Überspannungsschutz

Unter Überspannungsschutz wird der Schutz elektrischer und elektronischer Geräte vor zu hohen elektrischen Spannungen verstanden. Überspannungen können durch einen Blitz, durch kapazitive oder durch induktive Einkopplungen anderer elektrischer Systeme hervorgerufen werden. Auch elektrostatische Entladungen (ESD), die schon bei einfachen Handhabungen entstehen können, können Überspannungen hervorrufen.

Eine der Hauptursachen für kritische Überspannungen sind Blitzeinschläge in Energie- und Signalleitungen und in deren Nähe. Durch kapazitive und induktive Wirkungen der Blitze werden in Leiterschleifen in der Umgebung von ca. 200 Metern unzulässige Spannungen induziert. Bis ca. 2 km können noch gefährlich hohe Potentialdifferenzen auftreten.

Angriffspunkt für zerstörerische Überspannungen gibt es in jedem Unternehmen und in jedem Haushaltmehr als genug:

– die Energieversorgung
– das EDV-System
– das Steuerungssystem von Produktionsanlagen via Feldbus
– die Telefonanlage
– die Regelung der Klimaanlage
– die Beleuchtungssteuerung …

Diese empfindlichen Stellen lassen sich nur durch ein umfassendes Schutzkonzept sichern. Wichtig dabei ist der koordinierte Einsatz von Schutzgeräten wie Blitzstrom- und Überspannungs-Ableiter.

Anwendungsbeispiele:

Bei einem Gebäude ohne äußere Blitzschutzanlage und ohne Freileitungseinspeisung werden in der Hauptverteilung als Basisschutz Überspannungsschutzgeräte vom Typ 2 verwendet.

Bei einem Gebäude mit einer äußeren Blitzschutzanlage muss gemäß aktueller Norm (Normenreiche DIN EN 0185-305 Teil 1-4:2006-10) in oder vor der Hauptverteilung ein Überspannungsschutzgerät vom Typ 1 (Grobschutzgerät) eingesetzt werden.

Weitere Schutzgeräte von Typ 2 und Typ 3 werden dann gemäß Bild in Unterverteilungen und direkt am Endgerät (Feinschutz) eingesetzt.

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